Paul Neidhardt

files/Heinrich-zur-Treue/images/persons/neidhardt.jpgMit dem Namen Paul Neidhardt verbinden viele Geraer zurecht die Erinnerung an einen bedeutenden Maler, den die Städtische Kunstsammlung erst unlängst mit einer Ausstellung würdigte. 

Neidhardt wurde als Sohn eines Webers in Gera geboren. Nach einer Tätigkeit von 1890 bis 1894 als Porzellanmaler in Nürnberg, studiert er in den Jahren von 1894 bis 1904 an der Münchner Akademie für Bildende Künste. 1904 kehrt er nach Gera zurück und übernimmt 1907 einen Lehrauftrag an der höheren gärtnerischen Lehranstalt von Prof. Dr. Ewald Settegast in Bad Köstritz. 1912 wohnt er in der Waldstraße l in Gera und betreibt dort bis 1944 eine private Mal- und Zeichenschule. Am 31.8.1944 wird diese Schule auf Anordnung der Reichskammer der Bildenden Künste geschlossen. Seine Werke werden auf vielen Ausstellungen gezeigt, er stirbt 1951 in Gera.

Paul Neidliardt wurde am 24.11.1908 in die Geraer Freimaurerloge "Heinrich zur Treue" aufgenommen, welcher er bis zu deren zwangsweisen Schließung durch die Nationalsozialisten im Jahre 1935 angehörte. 

Als Freimaurer unterhielt Bruder Paul Neidliardt vielseitige Verbindungen zu anderen Logen in Thüringen, besonders zu Logen der näheren Umgebung.